Aktuelles | 30. Dezember 2015

Großteil der endgültigen Entgelte für 2016 veröffentlicht

Auch wenn die bundesdeutschen Verteilnetzbetreiber angehalten sind, zum 1. Januar des betroffenen Jahres endgültige Netzentgelte zu veröffentlichen, wurde in den vergangenen Jahren ein Großteil der aktualisierten Preisblätter erst im Laufe des Januars zur Verfügung gestellt. Zum Jahreswechsel 2016 stellt sich die Situation ein wenig anders dar. Ende Dezember 2015 liegen die endgültigen Transportgebühren für 329 Unternehmen in der Datenbank Netznutzung Strom vor, was zwar nicht einmal die Hälfte der Betreiber, aber bereits 13.473 Postleitzahl-Ort-Kombinationen und somit eine Gebietsabdeckung von rund 88 Prozent repräsentiert. Somit verspricht die Analyse der vorliegenden endgültigen Zahlen ein aussagekräftiges Bild der Kostenstruktur 2016 abzugeben.

Im rech­ne­ri­schen Mit­tel zei­gen sich dem­nach nur mini­mals­te Abwei­chun­gen gegen­über den im Okto­ber als vor­läu­fig bekannt gege­be­nen Ent­gel­ten (vgl. News­let­ter 098). In 12.185 Postor­ten blei­ben die neu­en Ent­gel­te in der end­gül­ti­gen Fas­sung unver­än­dert. Für den Abnah­me­fall eines Fami­li­en­haus­halts mit einem Jah­res­ver­brauch von 4.000 kWh (Nie­der­span­nung, Stan­dard­last­pro­fil, Stan­dard­mess­kon­fi­gu­ra­ti­on) wei­chen die end­gül­ti­gen Ent­gel­te im bun­des­wei­ten Schnitt nur um +0,06 Pro­zent ab. Dem­nach wer­den 2016 nach der­zei­ti­gem Ver­öf­fent­li­chungs­stand 7,49 Cent je durch­ge­lei­te­ter Kilo­watt­stun­de fäl­lig und damit 4,63 Pro­zent mehr als 2015.

Ver­än­de­rung der end­gül­ti­gen zu den vor­läu­fi­gen Entgelten

Ver­än­de­rung der end­gül­ti­gen Ent­gel­te für 2016 zu den als vor­läu­fig ver­öf­fent­lich­ten in Pro­zent
Abnah­me­fall: Haus­halt, 4.000 kWh/​a, SLPNSP

Mar­gi­nal abwei­chend zei­gen sich die Wer­te, wenn die Zahl der ange­bun­de­nen Post­leit­zahl-Ort-Kom­bi­na­tio­nen inner­halb eines Net­zes als Gewich­tungs­fak­tor her­an­ge­zo­gen wer­den, damit klei­ne Netz­be­trei­ber im bun­des­wei­ten Durch­schnitts­wert nicht über­re­prä­sen­tiert wer­den. Nach die­ser Mit­te­lung wird für die Durch­lei­tung ein end­gül­ti­ger Preis von 7,77 ct/​kWh erho­ben, was einer 0,05%igen Stei­ge­rung gegen­über den vor­läu­fi­gen Ent­gel­ten und 5,22 % mehr gegen­über 2015 entspricht.

End­gül­ti­ges Preis­ni­veau 2016, soweit bekannt

End­gül­ti­ges Preis­ni­veau für 2016 in Euro pro Jahr
Abnah­me­fall: Haus­halt, 4.000 kWh/​a, SLPNSP

Am all­ge­mei­nen Trend der stei­gen­den Ent­gel­te ändert sich somit nichts, wei­ter­hin bleibt das Preis­ni­veau im Nor­den und Nord­os­ten ver­gleichs­wei­se hoch, wobei Ver­trie­be auch in Mit­tel­deutsch­land und im Süd­wes­ten 2016 mit hohen Fremd­kos­ten kal­ku­lie­ren müssen.

Die stärks­te Kor­rek­tur der vor­läu­fi­gen Ent­gel­te hin zu nied­ri­ge­ren Gebüh­ren nimmt die EnR Ener­gie­net­ze Rudol­stadt GmbH in Thü­rin­gen vor (-19,58 % auf 4,67 ct/​kWh). Star­ke Sen­kun­gen neh­men außer­dem die baye­ri­schen Stadt­wer­ke Lan­gen­zenn (-10,80 % auf 5,95 ct/​kWh) und die Stadt­wer­ke Bux­te­hu­de GmbH in Nie­der­sach­sen (-10,14 % auf 5,05 ct/​kWh) vor. Deut­lich höhe­re end­gül­ti­ge Ent­gel­te haben dage­gen die Stadt­wer­ke Nies­ky GmbH in Sach­sen ange­kün­digt, wo die Gebüh­ren um +31,23 % auf 7,73 ct/​kWh stei­gen. Eben­falls höhe­re Ent­gel­te müs­sen Lie­fe­ran­ten in den Net­zen der Stadt­wer­ke Bredstedt — Netz GmbH in Schles­wig-Hol­stein (+15,16 % auf 6,99 ct/​kWh) und des baye­ri­schen Städ­ti­schen Kom­mu­nal­un­ter­neh­mens Bai­ers­dorf (+13,59 % auf 6,27 ct/​kWh) berücksichtigen.

Ins­ge­samt ergibt sich aus den bis­lang ver­öf­fent­lich­ten end­gül­ti­gen Ver­teil­netz­ent­gel­ten für Ver­trie­be wenig Hand­lungs­be­darf. Die Zahl der Aus­rei­ßer ist gering, im größ­ten Teil der Netz­ge­bie­te wer­den fak­tisch kei­ne Ände­run­gen vor­ge­nom­men, der bun­des­wei­te Durch­schnitt ändert sich allen­falls im Zehn­tel-Pro­mil­le-Bereich. Nun bleibt allen­falls abzu­war­ten, ob auf­grund stei­gen­der Ent­gel­te und Umla­gen 2016 noch eine Preis­an­pas­sungs­wel­le der Ver­sor­ger ansteht, die sich mit der Preis­kal­ku­la­ti­on bis­her noch zurück­ge­hal­ten haben.

Metho­dik: Alle Prei­se ver­ste­hen sich net­to. Die Durch­schnitts­wer­te der Netz­ent­gel­te wur­den nach Netz­grö­ße (Anzahl der ange­schlos­se­nen Postor­te) gewich­tet. In der Berech­nung wur­den nur Netz­be­trei­ber berück­sich­tigt, die bereits ein end­gül­ti­ges Ent­gelt für 2016 bekannt gege­ben haben. Der spe­zi­fi­sche Kilo­watt­stun­den­preis setzt sich zusam­men aus den Netz­kos­ten (Arbeits­preis + auf die Jah­res­ar­beit umge­leg­ter Grund­preis) und den Kos­ten für Mes­sung und Abrech­nung (eben­falls auf die Jah­res­ar­beit umgelegt).

Neu­er ene't Web­ser­vice stei­gert die Qua­li­tät Ihrer Adressdaten

Vie­le Pro­zes­se des Ener­gie­ab­sat­zes gelin­gen nur mit einem feh­ler­frei­en Kun­den­da­ten­be­stand. Gleich­gül­tig ob Ver­trags­ab­schluss, Rech­nungs­stel­lung oder pos­ta­li­sche Mar­ke­ting­maß­nah­men, mit dem neu­en Web­ser­vice Adress­va­li­die­rung aus dem Hau­se ene't las­sen sich belie­bi­ge Daten­be­stän­de im Hand­um­dre­hen auf Rich­tig­keit prü­fen und berei­ni­gen. Die Daten wer­den dazu an die Schnitt­stel­le des Web­diens­tes geschickt und nach Abgleich mit der hin­ter­leg­ten Refe­renz­da­ten­bank unver­züg­lich zurück­ge­ge­ben. Jede Ein­ga­be wird dabei mit einem Hin­weis ver­se­hen, dass die Adres­se ent­we­der erfolg­reich veri­fi­ziert wer­den konn­te, dass ein Teil der Ein­ga­be kor­ri­giert oder ver­voll­stän­digt wur­de, oder dass die ein­deu­ti­ge Ermitt­lung der PLZ-Ort-Stra­ßen­kom­bi­na­ti­on nicht mög­lich war. Der Web­ser­vice ver­fügt über viel­fäl­ti­ge Vali­die­rungs­funk­tio­nen und kann in nahe­zu jedes Soft­ware­sys­tem imple­men­tiert wer­den. Der von ene't ange­bo­te­ne Web­dienst basiert auf dem REST-Stan­dard und ermög­licht so den platt­form­über­grei­fen­den Einsatz.

Wenn Sie wei­te­re Infor­ma­tio­nen wün­schen, besu­chen Sie unse­re Inter­net­sei­te oder kon­tak­tie­ren Sie Herrn Alex­an­der Lin­zen unter 02433 52601 – 301 (E‑Mail: linzen@​enet.​eu).

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