Aktuelles | 31. März 2015

Günstigste Netzentgelte finden sich aktuell in Bayern

Aktuell kostet die Nutzung der Gasverteilnetze bei einer Transportmenge von 20.000 kWh Gas (11 kW Leistung) im Bundesdurchschnitt jährlich 1,59 ct/kWh. Dabei gestaltet sich das Preisgefüge für den Netzzugang je nach Belieferungsort sehr unterschiedlich. Am wenigsten muss in den baden-württembergischen Gemeinden Malsch und Durmersheim gezahlt werden (0,71 ct/kWh), die höchsten Kosten fallen derzeit im bayerischen Schwindegg an (3,95 ct/kWh). Netzentgelte jenseits der 2-Cent-Marke werden jedoch lediglich in rund 900 Postleitzahl-Ort-Kombinationen und damit gerade einmal in 8 Prozent aller ans Gasnetz angeschlossenen Postorte fällig. Weniger als 1 Cent pro durchgeleiteter Kilowattstunde werden in nur 97 Postorten veranschlagt.

Lässt man die Stadt­staa­ten außen vor, fin­det sich im Bun­des­land­schnitt der güns­tigs­te Netz­zu­gang in Bay­ern (1,33 ct/​kWh), Nie­der­sach­sen (1,39 ct/​kWh) und Hes­sen (1,42 ct/​kWh). Unter dem bun­des­deut­schen Schnitt von 1,59 ct/​kWh bewe­gen sich die Kos­ten zudem in Rhein­land-Pfalz (1,52 ct/​kWh), Baden-Würt­tem­berg (1,54 ct/​kWh) und Nord­rhein-West­fa­len (1,55 ct/​kWh). Am höchs­ten lie­gen die Gebüh­ren für den Gas­trans­port in Meck­len­burg-Vor­pom­mern, ein­zig dort bewegt sich das Ent­gelt über 2 Cent. Eben­falls ver­hält­nis­mä­ßig teu­er ist die Netz­nut­zung im Saar­land (1,85 ct/​kWh), in Sach­sen-Anhalt (1,79 ct/​kWh) sowie in Sach­sen (1,73 ct/​kWh).

In den Stadt­staa­ten bewe­gen sich die durch­schnitt­lich erho­be­nen Gebüh­ren auf einem nied­ri­gem Niveau. Ber­lin und Bre­men lie­gen mit 1,26 ct/​kWh und 1,33 ct/​kWh deut­lich unter dem Bun­des­durch­schnitt und zäh­len damit im Län­der­ver­gleich mit zu den güns­tigs­ten Bun­des­län­dern. Das glei­che gilt für Ham­burg, wo Kos­ten in Höhe von 1,40 ct/​kWh anfal­len. Zwi­schen dem güns­tigs­ten und dem teu­ers­ten hier errech­ne­ten Durch­schnitts­ent­gelt liegt somit eine Preis­span­ne von 0,95 ct/​kWh, was aufs Jahr hoch­ge­rech­net einen Preis­un­ter­schied von 190 Euro ausmacht.

In den ost­deut­schen Bun­des­län­dern ist der Gas­trans­port für die zugrun­de lie­gen­de Durch­lei­tungs­men­ge mit durch­schnitt­lich 1,83 ct/​kWh zudem wei­ter­hin teu­rer als in den alten Bun­des­län­dern (ein­schließ­lich Ber­lin). Dort belau­fen sich die Kos­ten im Schnitt auf 1,48 ct/​kWh und lie­gen damit fast 0,35 ct/​kWh unter dem ost­deut­schen Gebüh­ren­ni­veau. Aufs Jahr gerech­net macht das für einen Fami­li­en­haus­halt einen Unter­schied von durch­schnitt­lich 70 Euro aus.

Netz­zu­gang in Lan­des­haupt­städ­ten oft preiswerter

Die nach­fol­gend abge­bil­de­te Tabel­le stellt die Netz­ent­gel­te, die in den Bun­des­län­dern durch­schnitt­lich anfal­len, den Kos­ten gegen­über, die aus­schließ­lich in den zuge­hö­ri­gen Lan­des­haupt­städ­ten fäl­lig wer­den. Dabei zeigt sich, dass in der Mehr­zahl der betrach­te­ten Fäl­le das Ent­gelt in den Lan­des­haupt­städ­ten güns­ti­ger ist als im zuge­hö­ri­gen Bun­des­land. In Schwe­rin lie­gen die Gebüh­ren mit 1,92 ct/​kWh bei­spiels­wei­se 0,29 ct/​kWh unter dem Gesamt­schnitt für Meck­len­burg-Vor­pom­mern. In Pots­dam (1,36 ct/​kWh) sind es 0,22 ct/​kWh weni­ger als in Bran­den­burg, in Mün­chen (1,11 ct/​kWh) sind es eben­falls 0,22 ct/​kWh weni­ger. In Han­no­ver ver­hält es sich ent­ge­gen­ge­setzt: Hier sind die Durch­lei­tungs­ge­büh­ren mit 1,56 ct/​kWh deut­lich höher (0,17 ct/​kWh) als im nie­der­säch­si­schen Durch­schnitt. Ins­ge­samt bewe­gen sich die Prei­se für den Gas­trans­port in den Lan­des­haupt­städ­ten zwi­schen 1,11 ct/​kWh (Mün­chen) und 1,92 ct/​kWh (Schwe­rin).

Stellt man im Rah­men der Bun­des­land­be­trach­tung die städ­ti­schen und länd­li­chen Regio­nen gegen­über, zeigt sich, dass die Gas­durch­lei­tung auf dem Land zumeist teu­rer ist als in den grö­ße­ren Bal­lungs­ge­bie­ten, wenn­gleich die Abwei­chun­gen häu­fig nur gering sind. Ursäch­lich dürf­ten hier die län­ge­ren Trans­port­we­ge und die gerin­ge­re Anzahl an Ein­woh­nern sein, auf die sich die Kos­ten letzt­lich ver­tei­len. Die signi­fi­kan­tes­te Dif­fe­renz zeigt sich dabei in Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Hier kos­tet die Netz­nut­zung auf dem Land 0,67 ct/​kWh mehr als in den städ­ti­schen Regio­nen. In Sach­sen sind die Gebüh­ren auf dem Land 0,15 ct/​kWh teu­rer als in der Stadt. Der umge­kehr­te Fall fin­det sich bei­spiels­wei­se in Sach­sen-Anhalt und Rhein­land-Pfalz, wo das Ent­gelt in der Stadt 0,31 ct/​kWh bezie­hungs­wei­se 0,18 ct/​kWh teu­rer ist als in den länd­li­chen Gegen­den. Wie die Tabel­le zeigt, bil­den solch deut­li­che Preis­un­ter­schie­de jedoch die Ausnahme.

Bun­des­land

Durch­schnittl. Ent­gelt Land
(< 50.000)

Durch­schnittl. Ent­gelt Stadt
(> 50.000)

Durch­schnittl. Entgelt

Lan­des­haupt­stadt

Durch­schnittl. Entgelt

Baden-Würt­tem­berg

1,53 kWh

1,49 kWh

1,54 kWh

Stutt­gart

1,42 kWh

Bay­ern

1,31 kWh

1,34 kWh

1,33 kWh

Mün­chen

1,11 kWh

Ber­lin

1,26 kWh

Ber­lin

1,26 kWh

Bran­den­burg

1,57 kWh

1,62 kWh

1,58 kWh

Pots­dam

1,36 kWh

Bre­men

1,33 kWh

Bre­men

1,26 kWh

Ham­burg

1,40 kWh

Ham­burg

1,40 kWh

Hes­sen

1,44 kWh

1,35 kWh

1,42 kWh

Wies­ba­den

1,55 kWh

Meck­len­burg-Vor­pom­mern

2,22 kWh

1,55 kWh

2,21 kWh

Schwe­rin

1,92 kWh

Nie­der­sach­sen

1,40 kWh

1,37 kWh

1,39 kWh

Han­no­ver

1,56 kWh

Nord­rhein-West­fa­len

1,56 kWh

1,55 kWh

1,55 kWh

Düs­sel­dorf

1,46 kWh

Rhein­land-Pfalz

1,51 kWh

1,69 kWh

1,52 kWh

Mainz

1,55 kWh

Saar­land

1,83 kWh

1,84 kWh

1,85 kWh

Saar­brü­cken

1,85 kWh

Sach­sen

1,74 kWh

1,59 kWh

1,73 kWh

Dres­den

1,55 kWh

Sach­sen-Anhalt

1,80 kWh

2,11 kWh

1,79 kWh

Mag­de­burg

1,65 kWh

Schles­wig-Hol­stein

1,66 kWh

1,63 kWh

1,66 kWh

Kiel

1,66 kWh

Thü­rin­gen

1,72 kWh

1,67 kWh

1,72 kWh

Erfurt

1,65 kWh

Metho­dik: Alle Anga­ben ver­ste­hen sich als Net­to­be­trä­ge ohne Ener­gie­steu­er. Bei der Ermitt­lung der Durch­schnitts­kos­ten wur­den die Netz­ent­gel­te abhän­gig von der Zahl der jeweils belie­fer­ten Post­leit­zahl-Ort-Kom­bi­na­tio­nen gewich­tet. Alle Netz­ent­gel­te beinhal­ten Prei­se für Mess­stel­len­be­trieb, Mes­sung und Abrech­nung, Kon­zes­si­ons­ab­ga­ben wur­den nicht berück­sich­tigt. In der Ost/West-Betrach­tung wur­de Ber­lin voll­stän­dig dem Wes­ten zuge­rech­net. Als länd­lich gel­ten Städ­te mit nicht mehr als 50.000 Einwohnern.

ene't Anwen­der­ta­ge 2015 erneut in Berlin

Am 19. und 20. Mai 2015 lädt die ene't GmbH zum nun­mehr sechs­ten Mal in Fol­ge zu den ene't Anwen­der­ta­gen ein. Der infor­ma­ti­ve Bran­chen­treff dient als wich­ti­ge Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form für Akteu­re der Ener­gie­bran­che und fin­det in die­sem Jahr erneut im Ber­li­ner Design­ho­tel Elling­ton statt. Auch beim Ver­an­stal­tungs­pro­gramm set­zen wir auf Bewähr­tes: Ein abwechs­lungs­rei­ches Ange­bot an Vor­trä­gen wird ergänzt durch unse­re belieb­ten Work­shops und inten­si­ve Fach­ge­sprä­che mit den anwe­sen­den Tagungs­part­nern. Erfah­ren Sie mehr über die jüngs­te Inno­va­ti­on im Bereich unse­rer online-basier­ten Lösun­gen, den ene't Navi­ga­tor, und über­zeu­gen Sie sich vom viel­fäl­ti­gen prak­ti­schen Nut­zen unse­rer neu­es­ten Entwicklungen.

In unse­ren Work­shops ste­hen erst­mals nicht nur Anwen­dun­gen aus dem Hau­se ene't, son­dern auch die Pro­duk­te unse­rer kom­pe­ten­ten Bran­chen­part­ner im Fokus. So gewäh­ren bei­spiels­wei­se Ben­ja­min Szy­sz­ka (SIV AG) und Jörg Heit­mann (EVE Con­sul­ting und Betei­li­gungs­ge­sell­schaft mbH) span­nen­de Ein­bli­cke in ihre maß­ge­schnei­der­ten Bran­chen­lö­sun­gen. In einer aus­ge­wo­ge­nen Mischung aus Theo­rie und Pra­xis zei­gen sie den Work­shop­teil­neh­mern auf, wel­che Mög­lich­kei­ten und Vor­tei­le die­se im ope­ra­ti­ven Ein­satz bie­ten können.

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Das For­mu­lar zur Anmel­dung erhal­ten Sie neben dem vor­läu­fi­gen Ver­an­stal­tungs­pro­gramm sowie wei­te­ren Infor­ma­tio­nen zur Tagung und den aus­stel­len­den Tagungs­part­nern auf unse­rer Inter­net­sei­te www​.enet​-anwen​der​ta​ge​.de oder unter der Tele­fon­num­mer 02433 52601 – 0. Ihre Ansprech­part­ne­rin ist Frau Ellen Hohnen.

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