Aktuelles | 01. Dezember 2016

Trend zu sinkenden Gaspreisen setzt sich fort

Bereits Anfang Oktober zeichnete sich ab, dass viele Gaskunden von sinkenden Preisen in der Grundversorgung profitieren werden (vgl. Newsletter Endkundentarife Gas Nr. 52). Ein wenig ungewöhnlich war der frühe Veröffentlichungszeitpunkt von Preisanpassungen zum Jahreswechsel, da diese gewöhnlich erst kurz vor dem Stichtag der rechtlich gebotenen Sechswochenfrist bekannt gegeben werden.

Nach­dem Mit­te Okto­ber die vor­läu­fi­gen Netz­ent­gel­te für 2017 ver­öf­fent­licht wur­den, konn­ten Ver­trie­be bereits abse­hen, dass gerin­ge Ver­bräu­che bei den Fremd­kos­ten ent­las­tet wer­den (vgl. News­let­ter Netz­nut­zung Gas Nr. 61). Am Bei­spiel eines Fami­li­en­haus­halts mit einem Jah­res­ver­brauch von 20.000 kWh bei 11 kW instal­lier­ter Leis­tung bedeu­tet dies eine Redu­zie­rung der Jah­res­kos­ten um im (nicht gewich­te­ten) Schnitt 1,2 Pro­zent bzw. 4,07 Euro. Zeit­gleich häuf­ten sich in der Pres­se die Mel­dun­gen über sin­ken­de Ein­kaufs­prei­se und Beschaf­fungs­vor­tei­le, die zahl­rei­che Unter­neh­men an ihre Kun­den wei­ter­ge­ben wollen.

In § 5 Abs. 2 Gas­GVV ist gere­gelt, dass Ände­run­gen zum Monats­be­ginn erfol­gen und 6 Wochen vor­ab ver­öf­fent­licht wer­den müs­sen. In die­sem Jahr fiel der Stich­tag für Ände­run­gen zum Jah­res­wech­sel theo­re­tisch auf Sonn­tag, den 20. Novem­ber. Ent­spre­chend ließ sich Mit­te Novem­ber eine deut­li­che Zahl an Preis­sen­kun­gen verzeichnen.

Nach aktu­el­lem Stand der Daten­bank End­kun­den­ta­ri­fe Gas haben ins­ge­samt 227 Ver­sor­ger Ände­run­gen der Gas­prei­se bekannt gege­ben, das ent­spricht 31,1 Pro­zent aller Unter­neh­men mit ange­stamm­tem Lie­fer­ge­biet. Betrof­fen sind 530 Tari­fe und damit 30 Pro­zent aller Grund­ver­sor­gungs­pro­duk­te. Die Gebiets­ab­de­ckung beträgt 32,1 Pro­zent der gas­ver­sorg­ten Flä­che. Nur 3 Unter­neh­men haben aus­drück­lich ange­ge­ben, kei­ne Ände­run­gen an ihren Tari­fen vorzunehmen.

Der Trend zu sin­ken­den Prei­sen lässt sich an die­sen Ver­öf­fent­li­chun­gen deut­lich able­sen. Der größ­te Teil, näm­lich 204 Unter­neh­men, redu­ziert die Prei­se für den ein­gangs erwähn­ten Abnah­me­fall. Dar­un­ter sen­ken 134 Ver­sor­ger um mehr als 5 Pro­zent, davon 19 sogar um 10 Pro­zent oder mehr. Die größ­ten pro­zen­tua­len Redu­zie­run­gen neh­men die Gas­ver­sor­gung Malsch-Durmers­heim GmbH (-12,8 % auf 888 Euro) und die Stadt­wer­ke Pful­lin­gen (-12,8 % auf 954 Euro) in Baden-Würt­tem­berg vor. Ähn­lich stark sin­ken die Prei­se der saar­län­di­schen Stadt­wer­ke Blies­tal GmbH (-12,6 %), ver­blei­ben aber mit 1.243,20 Euro auf hohem Niveau.

Nur 5 Grund­ver­sor­ger haben die Prei­se für 2017 ange­ho­ben, davon 2 sehr deut­lich. Die Stadt­wer­ke Lehr­te GmbH ver­teu­ert ihren Haus­halts­ta­rif II“ um 15,5 Pro­zent auf 1.102,08 Euro. Bei der Stadt­wer­ke Goch GmbH steigt der Preis für den Tarif mit dem sper­ri­gen Namen mit­ein­an­der­EN­ER­GIE GAS basis Tarif III“ um 11,4 Pro­zent auf 1.170 Euro.

Wie auch schon bei den Strom­grund­ver­sor­gungs­ta­ri­fen zu beob­ach­ten war (vgl. News­let­ter End­kun­den­ta­ri­fe Strom Nr. 56), hiel­ten sich nicht alle Ver­sor­ger an die in der Gas­GVV vor­ge­ge­be­ne Ver­öf­fent­li­chungs­frist. Zum Stich­tag 20. Novem­ber hat­ten erst 186 Unter­neh­men (26 %) ihre Anpas­sun­gen für 453 Tari­fe (25,9 %) bekannt gege­ben. Dadurch war auch die Gebiets­ab­de­ckung mit 25 Pro­zent noch deut­lich gerin­ger. Nach die­sem Daten­stand betrug der durch­schnitt­li­che Preis aller ange­pass­ten Pro­duk­te 1.142,17 Euro bzw. ‑5,6 Pro­zent gegen­über 2016. Unter Ein­be­zie­hung der nach­träg­lich ver­öf­fent­lich­ten Preis­än­de­run­gen sinkt der Durch­schnitts­preis leicht wei­ter auf 1.138,37 Euro (-5,7 %). Streng genom­men haben somit 41 Ver­sor­ger (18,1 % der Unter­neh­men mit geän­der­ten Prei­sen) ihre Ver­öf­fent­li­chun­gen nicht frist­ge­recht vor­ge­nom­men, davon sind 77 Tari­fe (14,5 %) betroffen.

Metho­dik: Alle Preis­an­ga­ben net­to. Es wur­den alle Grund­ver­sor­gungs­ta­ri­fe berück­sich­tigt, die zum 1. Janu­ar 2017 geän­dert oder deren Gül­tig­keit bei glei­chem Preis aktua­li­siert wurde.

ene't Bran­chen­ta­ge für den Ener­gie­ver­trieb 2017

Wie Anfang des Jah­res ange­kün­digt, keh­ren die ene't Anwen­der­ta­ge 2017 zurück – unter neu­em Namen und mit erneu­er­tem Kon­zept. Der 2010 eta­blier­te Bran­chen­treff fin­det im nächs­ten Jahr unter dem Titel ene't Bran­chen­ta­ge für den Ener­gie­ver­trieb in Ber­lin statt.

Neben der gewohn­ten Ori­en­tie­rung am Ver­trieb lei­tungs­ge­bun­de­ner Ener­gi­en wird sich das The­men­spek­trum erwei­tern und auch den einen oder ande­ren Blick über den Tel­ler­rand ermög­li­chen. Hören Sie sich bei­spiels­wei­se an, was Deutsch­lands bekann­tes­ter Blog­ger Sascha Lobo über die Digi­ta­li­sie­rung der Arbeits­welt zu berich­ten weiß, oder dis­ku­tie­ren Sie mit Ver­brau­cher­schüt­zer Udo Sie­ver­ding über Geschäfts­mo­del­le von Dis­coun­tern. Zudem wer­den neue The­men­fel­der wie Digi­ta­li­sie­rung, IT-Sicher­heit und Soft­ware­stan­dards Ein­zug hal­ten, an denen heu­te kein Ener­gie­lie­fe­rant mehr vorbeikommt.

Vor dem Auf­takt der neu­en Ver­an­stal­tung haben wir unter www​.enet​-bran​chen​ta​ge​.de bereits eine Web­site frei­ge­schal­tet, auf der Sie schon jetzt die ers­ten Pro­gramm­punk­te und Refe­ren­ten nach­le­sen kön­nen. Natür­lich erfah­ren Sie dort auch die genau­en Ter­mi­ne und fin­den Infor­ma­tio­nen zu Ver­an­stal­tungs­ort und Unter­brin­gung. Auch die Mög­lich­keit zur direk­ten Anmel­dung haben wir für Sie eingerichtet.

Haben wir Sie neu­gie­rig gemacht? Dann schau­en Sie doch auf der neu­en Web­site vor­bei oder neh­men Sie Kon­takt zu Frau Hel­ga Kock­erols-Eßer auf (kockerols-​esser@​enet.​eu, Tel. 02433 52601 – 0).

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