Aktuelles | 02. Juli 2014

Wettbewerbsdichte am deutschen Strommarkt nimmt weiter zu

Die Anzahl der Stromversorgungsunternehmen ist seit Beginn des Jahres erwartungsgemäß weiter gewachsen. Vor allem im Bereich der regional tätigen Versorger zeigt sich eine deutliche Zunahme. Die Zahl der bundesweit aktiven externen Anbieter ist seit Januar 2014 von 122 auf 132 im Juni dieses Jahres angestiegen. Auch bei den externen Anbietern mit regionalem Liefergebiet ist eine Zunahme zu verzeichnen: Hier stieg die Zahl von 549 im Januar auf 607 im Juni 2014. Mit eingerechnet sind hier diejenigen Grundversorger, die außerhalb ihres angestammten Liefergebiets als Wettbewerber auftreten. Bei den reinen Vertriebsgesellschaften stieg die Zahl der bundesweit operierenden Unternehmen von 83 im Januar auf 91 im Juni 2014. Externe Vertriebsgesellschaften mit regional beschränktem Liefergebiet lassen sich derzeit 263 zählen, zu Anfang des Jahres waren es noch 208. Betrachtet wurden dabei ausschließlich Versorger ohne Grundversorgerstatus.

Für die deut­schen Ver­brau­cher bedeu­tet zuneh­men­der Wett­be­werb eine grö­ße­re Aus­wahl an Pro­duk­ten zu gleich­zei­tig immer attrak­ti­ve­ren Prei­sen. Auf Ver­sor­ger­sei­te erge­ben sich mit stei­gen­der Kon­kur­renz höhe­re Ansprü­che an die eige­ne Pro­dukt­preis­fin­dung. Wie eine Preis­kal­ku­la­ti­on unter Ein­be­zie­hung gebiets­ab­hän­gi­ger Fak­to­ren wie dem Wett­be­werb aus­se­hen kann, erfah­ren Sie in den fol­gen­den Abschnitten.

Mit dif­fe­ren­zier­ten Preis­kal­ku­la­tio­nen wett­be­werbs­fä­hi­ge Pro­duk­te schaffen

Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men, die ihre Pro­duk­te im eige­nen Lie­fer­ge­biet aus­schließ­lich mit einem Ein­heits­preis anbie­ten, ver­schen­ken wert­vol­le Mög­lich­kei­ten. Ein­heits­prei­se gehen immer mit der Gefahr von schlech­ten Posi­tio­nen im Pro­dukt­ver­gleich oder wesent­li­chen Mar­gen­ver­lus­ten ein­her. Ver­schie­de­ne Fak­to­ren sind dafür ver­ant­wort­lich. Vor allem die regio­nal stark unter­schied­li­chen Netz­nut­zungs­ent­gel­te und Kon­zes­si­ons­ab­ga­ben spie­len dabei eine Rol­le. Dif­fe­ren­zier­te Kal­ku­la­tio­nen unter Berück­sich­ti­gung der loka­len Netz­ent­gel­te sowie der Post­ort-Netz-Kom­bi­na­tio­nen sind folg­lich ein ers­ter wich­ti­ger Schritt bei der postort­schar­fen Preis­er­mitt­lung. Im Anschluss an die rein kos­ten­ba­sier­te Kal­ku­la­ti­on soll­ten die Mar­gen eben­so dif­fe­ren­ziert berech­net wer­den. Dabei kann es hilf­reich sein, zu wis­sen, wel­che Gebie­te ver­trieb­lich sehr inter­es­sant und wel­che weni­ger inter­es­sant sind. Gebiets­ab­hän­gi­ge Fak­to­ren wie die dar­ge­leg­ten Wett­be­werbs­zah­len, aber auch Ein­woh­ner­zah­len, Kauf­kraft usw. geben schnell und zuver­läs­sig Aus­kunft über das ver­trieb­li­che und wirt­schaft­li­che Poten­zi­al eines Belie­fe­rungs­orts. Wer dies im Blick hat, kann Mar­ge und Pro­dukt­preis für ver­schie­de­ne Gebie­te indi­vi­du­ell bestim­men.

Dif­fe­ren­zier­te Preis­kal­ku­la­tio­nen mit­tels indi­vi­du­el­ler Margen

Um wett­be­werbs­fä­hi­ge Prei­se zu gene­rie­ren, die siche­re Mar­gen ein­brin­gen, muss man das ver­trieb­li­che Poten­zi­al des eige­nen Ver­triebs­ge­biets ken­nen. Da die­ses je nach belie­fer­tem Post­ort stark schwan­ken kann, ist es sinn­voll, das Lie­fer­ge­biet in ver­schie­de­ne Klas­sen ein­zu­tei­len. Eine sol­che Ein­tei­lung könn­te bei­spiels­wei­se über meh­re­re Stu­fen von sehr inter­es­sant“ bis unin­ter­es­sant“ rei­chen. Mit­hil­fe die­ser Ein­tei­lung lässt sich ein Gebiet dann zum Bei­spiel hin­sicht­lich der Ein­woh­ner­zahl oder der Kauf­kraft bewer­ten. Auch die Betrach­tung des Lie­fer­ge­biets anhand meh­re­rer Kate­go­ri­en in Kom­bi­na­ti­on ist denk­bar. Ein Gebiet mit hoher Ein­woh­ner­zahl und gleich­zei­tig hoher Kauf­kraft ist aus Ver­triebs­sicht bei­spiels­wei­se inter­es­san­ter als ein Gebiet mit hoher Ein­woh­ner­zahl und gleich­zei­tig gerin­ger Kauf­kraft. In Abhän­gig­keit davon, als wie rele­vant sich ein Gebiet her­aus­stellt, lässt sich anschlie­ßend die gewünsch­te Mar­ge fest­le­gen. Am Ende kann so ein indi­vi­du­el­ler Preis ermit­telt wer­den, der sowohl im Wett­be­werb besteht als auch siche­re Mar­gen erwirtschaftet.

Wel­chen Unter­schied es bei­spiels­wei­se macht, ob man sich bei der Preis­kal­ku­la­ti­on aus­schließ­lich an der Ein­woh­ner­zahl oder der Kauf­kraft ori­en­tiert, oder ob man bei­de Kate­go­ri­en zur Preis­er­mitt­lung her­an­zieht, zeigt die fol­gen­de Berech­nung auf Basis des ene't Kal­ku­la­ti­ons­pro­gramms Net­Kalk Tari­fe. Die drei Deutsch­land­kar­ten zei­gen die Ein­tei­lung des Bun­des­ge­biets nach Ein­woh­nern, Kauf­kraft und einer Kom­bi­na­ti­on aus bei­den Faktoren.

Eine ande­re Vari­an­te der dif­fe­ren­zier­ten Preis­kal­ku­la­ti­on bie­tet zudem die Preis­er­mitt­lung über Posi­tio­nen im Ver­sor­ger- oder Pro­duktran­king. Auch eine Kom­bi­na­ti­on der Kal­ku­la­ti­on nach Mar­ge und Posi­ti­on ist mög­lich. Dar­über hin­aus kann auch mit einer defi­nier­ten Dif­fe­renz zum Grund­ver­sor­gungs­ta­rif kal­ku­liert werden.

Mit dem Kal­ku­la­ti­ons­pro­gramm Net­Kalk Tari­fe sind solch dif­fe­ren­zier­te Preis­er­mitt­lun­gen in nur weni­gen Arbeits­schrit­ten mög­lich. Auch kun­den­ei­ge­ne Gewich­tungs­ka­te­go­ri­en kön­nen in die Berech­nung mit ein­flie­ßen. Net­Kalk Tari­fe ist seit 2014 als kom­for­ta­ble Soft­ware-as-a-Ser­vice-Lösung ver­füg­bar. Ger­ne kön­nen Sie die Funk­tio­nen über einen kos­ten­lo­sen Test­zu­gang ausprobieren.

Bit­te wen­den Sie sich dazu an Herrn Roland Ham­bach, Tel.: 02433 52601 – 50; E‑Mail: hambach@​enet.​eu.

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