Aktuelles | 27. August 2015

Vertriebschancen für deutsche Unternehmen im österreichischen Gasmarkt

Seit Inkrafttreten des Gasmarktmodells COSIMA (Cross-border Operating Strongly Integrated Market Area) im Oktober 2013 – die österreichischen Gebiete Tirol und Vorarlberg wurden an das Marktgebiet NetConnect Germany angeschlossen – können Gasversorger mit deutschem Firmensitz einen Teil der Endverbraucher im Nachbarland grenzüberschreitend mit Erd- oder Biogas versorgen. Bereits seit 2002 konnten Verbraucher dort frei wählen, mit welchem inländischen Versorger sie einen Liefervertrag abschließen.

Zu Beginn hat­ten nur weni­ge Ver­brau­cher die­se Mög­lich­keit genutzt. Laut einer kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten Pres­se­mit­tei­lung der öster­rei­chi­schen Regu­lie­rungs­be­hör­de E‑Control kommt der­zeit aller­dings Bewe­gung in den Gas­markt der süd­li­chen Nach­barn: Die Zahl der ange­bo­te­nen Pro­duk­te sei stark ange­stie­gen; die Ein­spa­run­gen, die durch einen Wech­sel des Lie­fe­ran­ten erzielt wer­den kön­nen, sei­en seit der Libe­ra­li­sie­rung des Gas­markts noch nie so hoch gewe­sen. Die Zahl der voll­zo­ge­nen Lie­fe­ran­ten­wech­sel sei zudem im Ver­gleich zu frü­he­ren Jah­ren deut­lich ange­stie­gen. Für deut­sche Gas­ver­sor­ger könn­te sich der Ver­trieb in der öster­rei­chi­schen Repu­blik des­halb als inter­es­sant erwei­sen; tat­säch­lich machen eini­ge deut­sche Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men bereits Gebrauch von COSI­MA. Die Daten­bank Netz­nut­zung Gas Öster­reich bie­tet dabei eine wich­ti­ge Grund­la­ge für die Kal­ku­la­ti­on wett­be­werbs­fä­hi­ger Prei­se; mit ihrer Hil­fe gelingt die cent­ge­naue Berech­nung der regio­nal gül­ti­gen Trans­port­kos­ten in Windeseile.

Exem­pla­ri­sche Berech­nung der Gas­netz­ent­gel­te in Österreich

Für einen Abnah­me­fall von 20.000 kWh/​Jahr liegt das Netz­ent­gelt in Öster­reich im Lan­des­durch­schnitt bei 356,97 Euro. Zum Ver­gleich: In Deutsch­land fal­len für den End­kun­den durch­schnitt­li­che Trans­port­kos­ten in Höhe von 317,00 Euro an. Da die Netz­ent­gel­te in Öster­reich für jedes Bun­des­land durch die Regu­lie­rungs­be­hör­de fest­ge­legt wer­den, zeigt sich beim all­ge­mei­nen Preis­ni­veau ein wesent­lich homo­ge­ne­res Bild als dies in Deutsch­land der Fall ist. Nichts­des­to­trotz fin­den sich auch hier deut­li­che Preis­un­ter­schie­de. So kos­tet zum Bei­spiel die Gas­durch­lei­tung in Vor­arl­berg im Schnitt 235,27 Euro, wäh­rend in Kärn­ten fast dop­pelt so viel, näm­lich durch­schnitt­lich 425,32 Euro im Jahr anfallen.

Durch­schnitt­li­che Netz­ent­gel­te der öster­rei­chi­schen Bun­des­län­der
für 20.000 kWh/​Jahr

Betrach­tet man die Trans­port­kos­ten auf Basis der ein­zel­nen Postor­te bezie­hungs­wei­se Ort­schaf­ten, zei­gen sich mit­un­ter leich­te Abwei­chun­gen vom jewei­li­gen Bun­des­land­durch­schnitt. Dies kommt dadurch zustan­de, dass E‑Control zwar Höchst­gren­zen für Mess- und Able­se­ent­gel­te fest­legt, eini­ge Netz­be­trei­ber aber güns­ti­ge­re Prei­se für die­se Dienst­leis­tun­gen anbie­ten. Je nach Belie­fe­rungs­ort lie­gen die jähr­li­chen Kos­ten für den unter­such­ten Abnah­me­fall zwi­schen 231,84 Euro (Bre­genz) und 427,98 Euro (Kla­gen­furt am Wör­ther­see), was einer Preis­sprei­zung von knapp 85 Pro­zent ent­spricht. Am höchs­ten sind die Gebüh­ren dem­nach beim Netz­be­trei­ber Ener­gie Kla­gen­furt, gefolgt von KNG-Kärn­ten Netz mit 425,34 Euro im Jahr. In den Netz­ge­bie­ten der Stadt­wer­ke Loeben, der Stadt­wer­ke Kap­fen­berg sowie der Gas­Netz Veitsch GmbH und der Ener­gie Graz GmbH (alle­samt Netz­be­trei­ber in der Stei­er­mark) kos­tet der Gas­trans­port 410,18 Euro. Die nied­rigs­ten Netz­ent­gel­te wer­den von den Stadt­wer­ken Bre­genz (Vor­arl­berg) erho­ben, gefolgt von der Vor­arl­ber­ger Ener­gie­net­ze GmbH (235,80 Euro) und der Netz Nie­der­ös­ter­reich GmbH (310,92 Euro).

Alle der­zeit gül­ti­gen Netz­ent­gelt­ta­ri­fe beinhal­ten eine jähr­li­che Grund­ge­bühr von 30 Euro. Eben­falls ent­hal­ten sind zudem die Gebüh­ren für Mes­sung und Able­sung, die sich in einem preis­li­chen Rah­men von 9,72 Euro und 16,20 Euro im Jahr bewe­gen. Zu den Netz­be­trei­bern mit den höchs­ten Mess- und Able­se­ge­büh­ren zäh­len unter ande­rem Netz Bur­gen­land Erd­gas, TIGAS-Erd­gas Tirol und die . Fern­gas AG. Am güns­tigs­ten sind Mes­sung und Able­sung im Netz­ge­biet der Netz Nie­der­ös­ter­reich GmbH.

Metho­dik: Abnah­me­fall 20.000 kWh/​Jahr. Bei allen Anga­ben han­delt es sich um Net­to­be­trä­ge. Durch­schnit­te wur­den nicht gewich­tet; bei Postorten/​Ortschaften mit zwei Netz­be­trei­bern wur­den bei­de in die Berech­nung der Durch­schnitts­kos­ten ein­be­zo­gen. Hat ein Netz­be­trei­ber mehr als einen Preis für Mes­sung und Able­sung, wur­de jeweils der güns­tigs­te Betrag betrachtet.

EdiEa­ter für feh­ler­freie EDIFACT-Marktkommunikation

Im Rah­men ener­gie­wirt­schaft­li­cher Geschäfts­pro­zes­se wer­den täg­lich mas­sen­haft elek­tro­ni­sche Daten nach dem EDI­FACT-Stan­dard aus­ge­tauscht, die vor ihrer Wei­ter­ver­ar­bei­tung auf feh­ler­haf­te Inhal­te über­prüft und gege­be­nen­falls berei­nigt wer­den müs­sen. Was bei manu­el­ler Bear­bei­tung gro­ßen Auf­wand bedeu­tet und viel Zeit in Anspruch nimmt, erle­digt der EdiEa­ter in nur weni­gen Augenblicken.

Der Web­ser­vice, den ene't im Zusam­men­ar­beit mit dem Part­ner­un­ter­neh­men ArcMind GmbH anbie­tet, erkennt sowohl Unrich­tig­kei­ten in der Syn­tax (inklu­si­ve ehe­ma­li­ger Modell­feh­ler“) als auch Anwen­dungs­feh­ler. Iden­ti­fi­ziert der EdiEa­ter Feh­ler, die sich nicht ein­deu­tig zuord­nen las­sen, erhält der Anwen­der zusätz­lich soge­nann­te War­nun­gen“. Die Prüf­ergeb­nis­se wer­den anschlie­ßend in einem über­sicht­li­chen HTML-Report dar­ge­stellt. Die gra­fi­sche Auf­be­rei­tung lässt schnell erken­nen, an wel­cher Stel­le die unter­such­te Nach­richt inkor­rek­te Daten ent­hält und zu wel­cher Feh­ler­grup­pe die­se gehö­ren. Die Glie­de­rung des Reports in ver­schie­de­ne Seg­men­te und die farb­li­che Kenn­zeich­nung von Feh­lern garan­tie­ren opti­ma­le Übersichtlichkeit.

Da alle Repor­te auch unmit­tel­bar an den Absen­der der unter­such­ten Nach­rich­ten über­mit­telt wer­den kön­nen, unter­stützt der EdiEa­ter zusätz­lich die bis­lang oft­mals lang­wie­ri­ge bila­te­ra­le Klä­rung. Bei der Über­prü­fung eige­ner erstell­ter Nach­rich­ten kann das Pro­gramm zudem als wert­vol­les Instru­ment zur Qua­li­täts­si­che­rung ein­ge­setzt werden.

Sie möch­ten auch vom EdiEa­ter pro­fi­tie­ren? Wir bera­ten Sie ger­ne. Ihr Ansprech­part­ner ist Herr Roland Ham­bach, Tel.: 02433 52601 – 300, E‑Mail: hambach@​enet.​eu.

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